Bereits Tage zuvor, beim Eintreffen der SDF Vanguard im Erdorbit, verzeichnete die Flotte Cyberattacken. Jemand versuchte die Flotte zu hacken. Zwischenzeitlich verfolgten deren Techniker diese Angriffe zu Echelon Station zurück. Der einstiegen Produktionsplattform der Exodus Armada. Scheinbar lernte deren Künstliche Intelligenz, bei Cullins damaligem Verrat und den folgenden Angriffen, den Infernals und Menschen gleichermaßen zu misstrauen. Die Vanguard hatten es also mit einer Amoklaufenden K.I. zu tun. Es gab jedoch ebenso gute Nachrichten. In den Buchten von Echelon Station schlummerten acht nagelneue Helicarriers. Die könnten die Wende für die Vanguard bedeuten. Besonders Ryker erfreute diese Nachricht. Denn abseits der schweren Bewaffnung bedeuteten die Buchten für Bomber oder eben Shuttles, dass die Helicarriers die Kinder und Mütter seiner Soldaten einsammeln und sicher nach Faraway Station geleiten könnten.
Wie geplant infiltrierten die Warhawks Echelon Station, deaktivierten deren Schilde und dann ebenso die Geschütze. Doch als Amara und John die Helicarriers erreichten, stoppte sie einer von Moores Handlangern. Rulian gratulierte ihnen zu der geleisteten Arbeit und nahm die Trägerschiffe sogleich im Namen des Admirals Elite Corps in Beschlag. Sie sollten fortan direkt Admiralin Moore unterstehen. Ryker trieb dieser Befehl zur Weißglut. Er misstraute Moore und ihren Versprechungen von Anfang an! Glaubte nie, dass sie ihr Wort halten würde. Das war die Bestätigung. Amara konnte ihn gerade noch davon abhalten Rulian abzuknallen. Zurück auf Raptor One machte Ryker Captain Barcley für die Einhaltung des Abkommens verantwortlich. Würden die Vanguard Rykers Leute zurücklassen, bekäme Barcley das persönlich zu spüren.
Die anderen Raptor Bataillone sammelten zwischenzeitlich weitere Artefakte. Suyin, die nunmehr als Chefingenieurin der Warhawks agierte, entdeckte bei deren Untersuchung, dass sämtliche Artefakte auf der gleichen Quanten-Frequenz vibrierten. Was bedeutete, sie könnten anhand dieser Frequenz weitere Objekte und auch den Unterdrücker lokalisieren. Xenoarchäologin Tara Fletcher durchforstete währenddessen die Aufzeichnungen ihres Vaters nach den Glyphen, welche das Arkulus überzogen. Durch einst in Saudi-Arabien gefundene Schrifttafeln, die vermutlich den Infernals entstammten, stieß sie auf dessen Erbauer: Die Celestials. In der Sprache der Infernals „Ankhasar“. Den Schrifttafel-Kritzeleien nach Beflügelte Kreaturen in strahlenden Rüstungen. Zweifellos die Inspiration für den einstigen Glauben der Menschen an Engel. Wie auch immer, führten diese Erkenntnisse die Warhwaks zu den antiken Ruinen von Dilmun, dem paradiesischen Land. Einer Eingebung gleich, wusste Amara sofort, dort fänden sie die benötigte Energie fürs Arkulus. Captain Barcley gefiel diese neue telepathische Eingabe ganz und gar nicht. Schließlich wusste niemand, ob das Arkulus überhaupt in ihrem Sinne handelte. Skepsis, die Ryker teilte. Da er weiterhin angefressen vom Helicarrier Diebstahl war, lehnte er sich mit einer Tüte Chips zurück und beobachtete den Bahrain Einsatz aus sicherer Distanz des Orbits.
Das Schauspiel in Bahrain verlief ähnlich der Bergungsaktion zuvor. Die Warhawks platzierten das Arkulus nahe einer überdimensionalen außerirdischen Batterie und luden es so über Stunden hinweg auf. Maloc freute sich darüber, da ihm die Warhawks in die Arme liefen und zeitgleich die Drecksarbeit erledigten. Er lieferte sich ebenso Wortgefechte mit Metatron. Die ominöse Stimme des vermutlichen Celestial Verteidigungssystems redete auf die Warhawks ein. Diese Macht gehöre nicht den Menschen! Sie strebten nach etwas, was sich nicht verstünden. Das Arkulus dürfte nie wieder hergestellt werden! Aber da war es bereits zu spät. Die vibrierende Pyramide leuchtete immer heller und verschoss dann eine volle Minute lang einen gewaltigen Energiestrahl in die weiten des Alls. Flottentechniker verfolgten den Strahl so weit sie konnten, verloren ihn jedoch letztendlich. Die Vanguard vermuteten lediglich, es sei eine automatisierte Nachricht an die Celestials gewesen. Stimmte das, würden sie ihnen wahrscheinlich bald einen Besuch abstatten. Zwar könnte der Feind eines Feindes ein Verbündeter sein, nur sprach bislang wenig dafür.
In den Reihen der Infernals brachte die Aktivierung des Arkulus eine gänzlich neue Figur aufs Spielfeld. Denn sie zwang Maloc Warz Bericht zu erstatten. Eigentlich sollte Maloc die Erde längst zur Ernte bereit gemacht haben. Doch mittlerweile verlor er Teile der Ernte und sein eigentlich bis zur Handlungsunfähigkeit geschwächter Gegner erlangte auch noch das Arkulus! Was käme denn als nächstes? Dass die Menschen den Unterdrücker reaktivieren? Warz befahl seinem Untergebenen sofort den Schlüssel bzw. Unterdrücker zu tarnen. Damit sämtliche Aufspürungsversuche der Menschen scheiterten. Obendrein kümmerten sich Warz Verwüster persönlich um diese lästigen Menschen.
Der Machtwechsel versetzte die Infernals komplett in Raserei. Die Red Right Hand wurde fortan von Reapern verstärkt. Diese Dämonen hielten nicht mal lange genug inne, um ihren Gegnern die Herzen heraus zu reißen. Sie fegten schlicht durch feindliche Reihen. Genau solch eine Angriffswelle erwartete Rykers Schützlingen in San Francisco. Selbstverständlich war Admiral Moore samt Helicarrier Flotte außer Reichweite. Weshalb der Warhawks Raptor ihre einzige Chance blieb. Amara kommunizierte zwischenzeitlich lebhaft mit dem aktiven Arkulus. Es signalisierte ihr offenbar, den Vanguard zu helfen, jedoch unter der Bedingung, dass ausschließlich Amara es kontrollierte. Sämtlichen Beschwichtigungsversuchen, es habe alles seinen Sinn, zum Trotz, misstraute Captain Barcley dieser Arkulus Angelegenheit komplett und befahl seiner Soldatin deshalb auf dem Schiff zu bleiben.
Mit Warz als Drahtzieher und seinen rollenden Verwüstern, mutierte die Rettungsaktion rund um Alcatraz zu einem Massaker. Diesen haushohen todbringenden Kugeln der Dämonen waren die Vanguard Streitkräfte schlicht nicht gewachsen. Amara konnte das Massaker nicht mitansehen. Füße stillhalten, während Dämonen ihre Kameraden hilflos abschlachteten, kam für sie nicht in Frage! Sie widersetzte sich Captain Barcleys Befehlen und zerstörte mit dem Arkulus einen Verwüster nach dem anderen! Warz Fluchen zum Trotz, rettete Amara Nassar den Tag.
Auch wenn es lediglich ein temporärer Sieg war. Denn Raptor One konnte die Flüchtlingsfamilien lediglich zu einem anderen Zufluchtsort auf der Erde bringen und nicht dauerhaft im Orbit halten. Glücklicherweise fand Tripp dafür eine Lösung. Zumindest in ferner Zukunft. Denn die Warhawks K.I. Bemächtigte sich zwischenzeitlich Echelon Stations. Tripp stationierte dort eine Kopie seiner selbst, welche die Werft hochfuhr und langsam aber sicher neue Helicarrier produzierte. Gänzlich ohne das Wissen Admiralin Moores.