Klimawandel, Überbevölkerung und Sonnenstürme brachten die Erde im 21. Jahrhundert an den Rand des Kollapses. Forscher sagten das Ende des Planeten für 2111 vorher. Ein Ereignis, das sie als „Brink“ definierten.
Mit vereinten Kräften rief die Menschheit 2040 das Sigma Programm ins Leben. Sigma forschte nach multiplen Wegen, den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Mit Echelon Station errichtete Sigma eine gewaltige Raumkreuzer-Fertigungsanlage im Erd-Orbit.
Unter der Leitung von Preston Swift konstruierte Echelon Station die Exodus Armada. Eine gigantische Raumflotte, mit welcher die Bevölkerung, anhand eines Lotteriesystems, 2110 der tödlichsten Katastrophe entkommen sollte.
Diese Lotterie war manipuliert. Lediglich die wohlhabendsten ersteigerten wirklich Plätze an Bord der Exodus Armada. Dem Rest der Menschheit blieb nur eine Überlebenschance: Sigma 6.
Tief unter dem Eis des Nordpols barg Sigma 6, unter Professor Clive Cullins Leitung, den „Schlüssel“. Cullin zur Folge sollte dieser Schlüssel Quanten-Teleportation ermöglichen und so die Menschheit schneller an den Rand des Sonnensystems bringen, als die Exodus Armada es je könnte.
Eine Woche nach Start der Exodus Armada erlangte Clive Cullin sein Ziel. Er öffnete ein Stormgate. Ein Tor zu einer anderen Welt. Einen Übergang, welchen die Ankhasar 7.000 Jahre zuvor versiegelten. Der Professor öffnete das Tor zur Hölle!
Angetrieben vom heulenden Evakuierungsalarm stürmte Julian Nassar ins Sigma 6 Labor des Nordpols. Der Anruf seiner Tochter Amara lenkte ihn für wenige Sekunden ab. Dann erkannte er, was vor sich ging. Professor Cullin formte mit seinen Schlüssel-Experimenten eine Feuerball-artige rote Kugel. Augenblicklich schoss eine geflügelte Gestalt mit einem riesigen Auge als Kopf daraus hervor. Julian brüllte seinem Kollegen zu, er solle es abschalten. Doch das sah Clive gar nicht ein! Endlich erreichte er das Ziel, zu dem ihm die Stimme in seinem Kopf so lange trieb. Endlich würde er seine geliebte Marilyn wiederbekommen. Julians gezückte Pistole interessierte den Professor kein Bisschen. Denn da war es bereits zu spät. Das Stormgate öffnete sich gänzlich und die dämonischen Kreaturen der Red Right Hand fluteten den Nordpol. Unter Malocs Führung holten sie sich das zurück, was ihnen beinahe 7.000 Jahren verwehrt blieb: die Erde.
Julian Nassar setzte in seinen finalen Minuten alles daran, das Stormgate wieder zu schließen. Ohne Erfolg. Die Armee der Infernals war zu zahlreich. Die grausamen Kreaturen vereitelten sein Bestreben.
An dem Tag im Jahre 2110 eroberten die Infernals den Planeten. Ihre zweite Invasion. Lediglich ein paar tausend Menschen gelang die Flucht zu Echolon Station und infolge zur SDF Vanguard.
15 Jahre später kehrten die Vanguard zurück. Zur Bestimmung der Lage und hoffentlich der Bergung des Schlüssels. Damit die Erde erneut unter die Kontrolle der Menschheit käme.
Bereits vom Mondorbit aus versuchten sie Überlebende auf der Erde zu kontaktieren. Doch die einzige Antwort blieben infernale Geräusche. Dann erkannten die Vanguard das volle Ausmaß der Katastrophe. Ihr einst blauer Planet glühte dämonisch rot. Beinahe 60% der Oberfläche starb aus. Sämtlicher Anzeichen von Leben beraubt. Doch ihre Missionen blieb bestehen. Wie geplant legten die Vanguard-Bataillone in ihren Raptor Schiffen zu den geplanten Koordinaten ab. Ob Avenging Angels, Desperados oder Vipers. Jedes Bataillon kannte seinen Auftrag. Captain Carl „Blockade“ Barcley steuerte mit seinen Warhawks Ground Zero an. Den Nordpol Standort des Sigma 6 Labors. Dem Ort, wo alles begann.
Lieutenant Amara Nassar, Julians Tochter, leitete die Squad. Denn fünfzehn Jahre zuvor wuchs sie in der Forschungsstation auf. Sie kannte die Anlage wie ihre Westentasche.
Teilweise konservierte Leichenreste der einstigen Invasion pflasterten die Gänge. Aber sämtliche Hinweise auf den Verbleib des Schlüssels blieben aus. Jemand oder etwas brachte ihn fort. In Hoffnung auf einen Hinweis stellten die Warhawks den Strom wieder her. Ein Manöver, das sofort den Feind alarmierte. Umringt von dämonischen Kreaturen, doch mit der Oberhand lud Amara das Archiv der Anlage herab. Es umfasste sämtliche Notizen des durchgedrehten Professors uvm. Vielleicht ließe sich dadurch alles ergründen. Abseits des Anhängers ihres Vaters, barg Amaras Trupp beim Rückzug eine einzige aktive Tiefschlafkammer. Jemand betrieb den Cryo Pod schon seit Jahren unter Notstrom. Die Frau vertraute ihr Überleben offenbar purer Hoffnung an.
Nachdem Doktor Taggart sie für gesund erklärte, erzählte Ingenieurin Suyin, wie sie ein Jahr lang einer Ratte gleich dort unten überlebte und dann auf Rettung durch Kälteschlaf setzte. Den gesuchten Schlüssel entwendete jemand, während sie dort hauste. Doch wer und wohin entging Suyin. Die einzig gute Nachricht, war ihre Schilderung der sich schließenden Stormgates im Verlauf des ersten Jahres. Offenbar zog der Großteil der Infernal Armeen längst wieder ab.
Techniker der Vanguard Flotte durchforsteten währenddessen das geborgene Archiv. Der sogenannte „Schlüssel“ entpuppte sich als „Unterdrücker“. Über Jahrtausende hinweg unterband er das Öffnen von Stormgates auf der Erde. Aufdass die Infernals dort nie einfallen könnten. Nur blieb im Jahre 4.900 vor Christi, am Ende der ersten Invasion, ein Dämon zurück: der Flüsterer. Ohne physikalische Gestalt sprang dieser von einem menschlichen Wirt zum nächsten. Insgeheim zog er im Hintergrund die Fäden und führte die Menschheit indirekt zur Bergung des Unterdrückers. Mit Clive Cullins im Koma liegender Frau, fand der Flüsterer einen wunden Punkt für seine Überredungskünste. Der Flüsterer verleitete Professor Cullin dazu, den Unterdrücker zu zerstören und so die zweite Invasion einzuleiten. Das Ziel der Vanguard wurde somit die Reparatur besagten Unterdrückers. Nur mussten sie diesen dafür zunächst finden.