Der durchs Weltall treibende Flugschreiber der USCSS Nostromo lenkte Captain Marlowes Aufmerksamkeit auf LV-426. Einen unscheinbaren kleinen Mond im Zeta Reticuli System. Entgegen der Schlepper-Crew, die 15 Jahre zuvor Hilfe leistete, interessierte Henry Marlow maßgeblich die Beute. Denn gemäß dem Bergungsrecht könnte alles in dem Hufeisenförmingen Raumschiff ihnen gehören. Zumindest, wenn sich niemand von der Nostromo mehr dort unten aufhielt. Als privates Bergungsschiff kam die Anesidora in Größe bei weitem nicht an seinen Schlepper-Vorgänger heran. Weshalb Henry gemeinsam mit seiner Frau und zwei Kollegen umgehend das Notsignal deaktivierte und sich dann an Bord des Wracks nach den wertvollsten Gegenständen umsah. Der gewaltige Körper des Piloten beeindruckte die Gruppe bereits sehr. Aber dann erspähte Catherine im Lagerraum eine wahre Flut von rundlichen Behältern. Allesamt hüfthoch und somit klein genug zum manuellen Abtransport. Gerade als sie und Henry sich einem dieser eiförmigen Behälter näherten, öffnete er sich automatisch. Catherine untersuchte es genauer. Ein fataler Fehler! In der folgenden Sekunde sprang ihr etwas aus dem Ei mitten ins Gesicht. Innerhalb von Sekundenbruchteilen fraß es sich durch den Helm ihres Raumanzugs und umklammerte ihren Kopf.
Panikerfüllt brachte das Trio Catherine sofort zurück zur Anesidora und versetzte sie in Kälteschlaf. Mit dem fremdartigen Organismus an bzw. in ihr, wäre sie nie durch Quarantäne-Protokolle gekommen. Doch konnte Henry seine Frau nicht einfach sterben lassen. Weshalb er Sicherheitschef Jake Sinclair mit dem Flugschreiber bestach und so Zugang zu Sevastopol Station bekam. Einer streng genommen bereits ausgemusterten Raumstation der Seegson Corporation, welche dessen Crew langsam aber sicher zerlegte.
Das spurlose Verschwinden ihres Schleppers Nostromo kostete Wayland-Yutani einen beträchtlichen Batzen Geld. Weshalb sie bei der Mitteilung zum Fund deren Flugrekorders direkt eine Bergungsmannschaft entsandten. Neben Rechtsexpertin Nina Taylor und Synth Christopher Samuels zählte dazu auch Amanda Ripley. Die Tochter von Nostromos Flugingenieurin Ellen Ripley. 15 Jahre galt ihre Mutter bereits als verschollen. Dieser Flugschreiber verkörperte den ersten Funken Hoffnung, sie jemals zu finden!
An Bord des kommerziellen Frachters Torrens steuerte das Trio umgehend Sevastopol Station an. Planmäßig sollte ihnen dort Colonial Marshal Waits den Flugschreiber übergeben. Doch als sich die Torrens Sevastopol näherte, bemerkte die Crew das zerstörte Trockendock. Captain Verlaine konnte ihr Schiff dort unmöglich andocken. Das Stationspersonal per Funk über den bevorstehenden Transport informierend, bekamen die Ankömmlinge eine verstümmelte Rückmeldung Marshal Waits zu hören. Sie verstanden lediglich, es gäbe eine ernstzunehmende Lage an Bord. Dann riss die Funkverbindung komplett ab.
In der Annahme, Trockendock und Funkverbindung seien die einzigen Probleme der Raumstation, stiegen Christopher, Nina und Amanda in Raumanzüge und wagten einen Spaziergang in der Schwerelosigkeit. Den Androiden stattete Captain Verlaine mit einem Funkverstärker aus, damit das Team die Torrens auf dem Laufenden halten könnte. Denn Verlaine blieben lediglich 24-Stunden bis zur Abreise.
Entlang eines Stahlseils arbeitete sich das Trio Richtung Sevastopol vor. Im einen Augenblick schien die Schwerelosigkeit das größte Problem von Schlippsträgerin Nina Taylor und im nächsten explodierte etwas in unmittelbarer Nähe. Trümmerteile Sevastopols rasten dem Außenteam entgegen und durchtrennten ihr sicherndes Seil. Die vorausgehende Amanda Ripley konnte gerade noch dessen Ende packen und sich so Richtung Luftschleuse ziehen. Von Nina und dem Androiden blieb hingegen keine Spur. Weder optisch noch per Funk. Amanda war auf sich allein gestellt.
Lediglich eine Notbeleuchtung erhellte die Gänge der Raumstation. Höchstwahrscheinlich eine Folge der Ausmusterung. Zwar rechnete Amada mit keinem Empfangskomitee, dennoch wirkten die Gänge regelrecht ausgestorben. Es schien, als lebte keine Menschenseele mehr auf Sevastopol. Wenige Minuten darauf beschlich sie zunehmend das Gefühl, jemand verfolge sie. Als die Ingenieurin dann versuchte, eine Tür aufzubrechen, setzte ihr jemand einen Revolver an den Hinterkopf. Der glatzköpfige Mann konnte es kaum glauben, jemanden von einem anderen Schiff zu begegnen. Denn er wartete bereits seit einer Woche vergeblich auf Rettung. Deshalb schuf Axel sich eine notdürftige Behausung in den Lüftungsschächten der Station. Denn seinen Schilderungen zur Folge streifte ein Killer durch Sevastopol. Er schlachtete jeden ab, der sich ihm in den Weg stellte! Axel sah diesen mordenden Bastard nie mit eigenen Augen. Doch hörte er nicht auf, von diesem zu stammeln. Dieses Monster versetzte sämtliches verbliebenes Personal in Angst und Schrecken. Weshalb viele Überlebende sich in kleinen Gruppen organisierten. Jede von ihnen ähnlich mordlustig wie der ominöse Killer. Vor einer dieser Gruppen fliehend, erreichten Amanda und Axel gerade einen vermeintlich sicheren Raum, als eine schleimige Flüssigkeit von oben auf Axels linken Arm tropfte. Während er diese ahnungslos beäugte, schoss ein riesiger schwarzer Stachel von hinten durch seine Brust. Das war alles, was Amanda in der Dunkelheit sah, bevor sie in Todesangst floh.
Sich durch Lüftungsschächte zum SysTech-Turm durchschlagend, fand Amanda endlich das Ziel ihrer gesamten Bemühungen: den Flugschreiber der Nostromo! Nur um festzustellen, dass die Daten darin unwiderruflich beschädigt waren. Der einzige Hinweis auf den verbleib ihrer Mutter seit 15 Jahren entpuppte sich als ein gewaltiger Reinfall! Kaum stieß sie die rote Box wutentbrannt von sich, erblickte sie die Kreatur, die Minuten zuvor Axel hinrichtete. Im rotierenden Warnlicht des Raumes stieg die schwärzliche Gestalt eines Xenomorphs von der Decke herab. Glücklicherweise blieb Amanda bislang unbemerkt von der Kreatur. Weshalb sich die Ingenieurin augenblicklich hinter der Konsole verkroch, an der sie eben noch stand. Auch wenn ihr der Schwanz des Xenomorphs bedenklich nahe kam, schien dieses Monstrum Amanda nicht zu bemerken. Sekunden später zog es in einen der benachbarten Gänge ab.
Sich weiterhin durch Lüftungsschächte Richtung Kommunikationszentrale der Station vorarbeitend, beobachtete sie eine weitere beunruhigende Szenerie. Ein Sevastopol Mitarbeiter versuchte einen Seegson Androiden davon zu überzeugen, die Kommunikationsanlage wieder in Betrieb zu nehmen. Woraufhin der Androide den Kopf des Mitarbeiters gegen eine Wand hämmerte, bis dieser regungslos zusammensackte. Die Seegson Androiden verfolgten ganz offensichtlich eine andere Direktive als üblich.
Wenige Minuten darauf erreichte Amanda endlich den Sevastopol Kommunikationsturm. Zwar hörte sie Captain Verlaines Anfragen zum Status des Außenteams, doch konnte sie nicht antworten. Dafür erreichte sie zumindest den verschollen geglaubten Christopher Samuels. Er verschanzte sich samt Nina Nahe der Krankenstation, weil die Explosion ihr übel mitspielte. Obendrein zerstörten die Trümmer ihren Funkverstärker. Ungeachtet der schlechten Nachrichten, machte Ripley sich augenblicklich auf den Weg zu ihnen.