Resonance: A Plague Tale Lagecy – Zusammenfassung der Geschichte

by Pandur
Sophia mit gezückten Waffen mit Kreta und venezianischen Soldaten im Hintergrund

Als sich ihre Heimat nach Stunden am Horizont abzeichnete, dominierten Flammen und Hilfeschreie die Szenerie. Die Armee rottete sie ein für alle mal aus. Leni plädierte direkt wieder umzukehren. Aber Sophia brauchte das Tagebuch mit ihren und Faros Notizen. Durch brennende Bauten sprintend, gelang der Brünetten das Unmögliche. Sie rettet das Buch und sämtliche Karten der Monsterinsel vor den Flammen. Zwar kreiste das Feuer sie da bereits ein. Doch entkam Sophia durchs Dickicht der Unterbauten, wo sie als Kind ständig spielte.

Zahlreiche Soldatenleichen später, revanchierte Faro sich für ihren vermeintlichen Verrat. Das entwendete Buch bewies ihm, die Verräterin auf frischer Tat ertappt zu haben. Sophias Beschwichtigungen, sie wolle das Buch lediglich vor den Flammen retten, trafen auf taube Ohren. Hätten einige herabstürzende Balken nicht zufällig Faro in den brennenden Trümmern begraben, wäre diese Nacht Sophias Ende gewesen. So entkam sie jedoch an Lenis Seite Richtung Kreta.

Fünf Tage später ging das Frauengespann am Punkt von Alecs erster Landung von Bord. Vor dem grünen Tor einer der drei Prüfungen. Ein Ort, der Sophia äußerst vertraut vorkam. Einen höhergelegenen Aussichtspunkt erklimmend, erhaschte die Brünette einen kurzen Blick auf die Bucht. Augenblicklich schreckte sie vor den venezianischen Schiffen zurück. Die Armee war ebenso auf der Fährte des Schatzes wie die Plünderer. Sophia zerrte Leni in den Sichtschutz des Gebüsches. Ein Moment bei dem die Rothaarige ihre Glücksmünze verlor. Die Dukate purzelte über den Klippenrand auf den tiefer gelegenen Strand. Für Leni eindeutig ein Zeichen des Unglücks.

Eine begründete Vorahnung. Auch wenn Leni die Gefahr selbst zunächst fehlinterpretierte. Beim Türöffnen des einst hohen Tempels offenbarte sich dem Duo ein seltsamer schwarzer Staub, der bei Berührung oder Bewegung meerblau aufleuchtete. Gerade Leni tat ihn als ungefährlich ab. Obwohl genau dieser sie langsam in die Verderbnis stürzen sollte. Der schwarze Staub festigte Sophias Verbindung zur Prima Macula. Je mehr Partikel sich auf ihrer Haut sammelten, desto mehr verstärkten sich die Eindrücke. Es versetzte die 22-jährige zurück ins kretominoische Reich. Von einer Sekunde zur nächsten erblickte sie den Palast König Minos im 15. Jahrhundert vor Christi Geburt. Jubelnde Menschenmassen wohnten dem Einmarsch der Herausforderer bei. Ein Ansager pries die drei tödlichen Prüfungen und der Belohnung des Throns für jenen Krieger, der den Minotaurus bezwingen könnte. Nie zuvor fühlten sich Sophias Visionen derart real an. Leni fürchtete langsam, besagter Minotaurus könne ebenfalls real sein. Ein äußerst beunruhigender Gedanke, den die folgenden Wandmalereien verstärkten. Sie zeigten einen Menschenfressenden Minotaurus mit schwarzen Tentakeln auf seinem Rücken. Aber ebenso Sophias gefundenen kugelförmigen Schlüssel als leuchtenden Counterpart des Monstrums.

Besagter Schlüssel bahnte ihnen den Weg in die Tiefen der ersten Prüfung. Dieses Mal versetzte die Umgebung Sophia zurück in ihre Kindheit. Damals im Konvent zeichnete sie goldfarbenes Mosaik am Eingang düsterer Tunnel. Selbige Tunnel wirkten nun hypnotisierend auf die junge Frau. Ihrer räumlichen Sinne beraubt, spazierte sie geradewegs auf den Abgrund einer Grube zu. Hätte Leni sie nicht in letzter Sekunde gepackt, wäre sie in den Tod gestürzt. Aber auch ohne diese Eindrücke aus der Vergangenheit wirkte die elliptische Halle fremdartig. Zahllose goldverzierte Tunnel schmückten die Wände. Es wirkte beinahe wie Zugangstunnel für Schlangen.

Der Fahrstuhl des fast tödlichen Schachts geleitete die Frauen hinab zur ersten Prüfung. Einer Arena, in welcher die damaligen Königsanwärter gegeneinander ums Überleben kämpften. Erneut durch Ariadnes Augen blickend, begriff Sophia allmählich der Gefahr des Minotaurus. Es handelte sich nicht bloß um eine Legende, der sagenumwobene Minotaurus stellte eine ernsthafte Bedrohung da. Eine Erkenntnis, die sie ebenfalls ihrer Gefährtin verdeutlichte. Denn sie wollte Leni keineswegs in ihr Verderben führen. Doch liebte Leni sie mehr, als Sophia bewusst war. Die Rothaarige dachte gar nicht daran ihre Freundin im Stich zu lassen.

Jahrtausende nach Minos Regentschaft stellten die längst verstorbenen Kontrahenten der ersten Prüfung keinerlei Hürden da. Ein folgendes Tor mit zahlreichen Riegeln, welche die Eingabe bestimmter Symbole auf einer Konsole erforderten, brachten die Frauen ersatzweise ins Stocken. Lediglich ein Riegel verweilte, als Sophia nach einer Lösung in ihrem Buch blätterte. Ihren Blick gänzlich aufs Schriftstück konzentriert, verstummte Leni plötzlich. Als Sophia sich nach ihr umwandte, sah sie wieso. Faro überlebte den Trümmerregen ihrer brennenden Heimat. Nicht nur das. Er schloss mit einer kleinen Mannschaft zu ihnen auf und hielt Leni in seiner Gewalt. Bevor Sophia überhaupt begriff, was vor sich ging, nahm Irene ihr bereits das Buch und den Schlüssel ab. Beinahe hätte der Plündereranführer sie beide hingerichtet. Aber im letzten Augenblick redete Sophia sich mit dem Code fürs Tor raus. Sie kannte ihn selbst nicht. Doch im Geiste flehte sie Ariadne an ihr zu helfen. Tatsächlich ereilte sie eine Vision mit der Lösung. Das Tor zum Herz der Insel öffnete sich. Faro ließ deshalb jedoch keine Gnade wallten. Er dachte gar nicht daran, die Verräterin und ihre Komplizin laufen zu lassen. Sophia stellte sich blitzschnell auf die veränderte Lage ein. Sie setzte dem nahekommenden Olivio ihren Säbel an den Hals. Ein Manöver, von dem sich Irene jedoch kaum beeindruckt zeigte. In der Folgesekunde stieß sie Sophia samt Olivio in die Grube der Halle. Leni schrie ihrer Gefährtin nach. Sie reagierte ebenso in Sekundenbruchteilen. Ein gut gezielter Tritt manövrierte den Schlüssel ebenfalls in die Grube. Mit ihm hatte Sophia vielleicht eine Überlebenschance und Faro stand erneut vor verschlossenen Toren. Für diese Freveltat rächte Irene sich augenblicklich. Mit einem gezielten Tritt brach sie Leni ein Bein.

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