Resonance: A Plague Tale Lagecy – Zusammenfassung der Geschichte

by Pandur
Sophia mit gezückten Waffen mit Kreta und venezianischen Soldaten im Hintergrund

Einem Wunder gleich überlebten Olivio und Sophia den Fall unbeschadet. In der Finsternis der unterirdischen Höhle lauerte dafür das Monstrum. Sein Atem klang den beiden in den Ohren. Olivio ergriff umgehend die Flucht, während Sophia neben einem Rohrende kauerte, aus dem Sekunden später das Tentakel schoss. Die Neptun-blauen Partikel von Olivios Stiefeln leiteten das Monstrum unverkennbar zum Ziel. Der Plünderer hatte keine Chance. Innerhalb weniger Sekunden erfasste das Tentakel ihn und ließ lediglich eine leblose Hülle zurück. Die ähnlich regungslose Sophia verschonte es zunächst. Augenblicke später, als das Tentakel den Rückzug antrat, schloss die Brünette erneut zu Olivio auf. Die Kreatur hatte den Mann in eine Macina getränkte Statue transformiert. Kaum passierte Sophia die schwärzliche Gestalt, schoss das Tentakel aus einer zweiten Rohrleitung in ihrer Nähe. Dieses Mal rettete die Plünderin das Sonnenlicht. Eher zufällig stand sie am Rande eines Lichtkegels und fiel hinterrücks gänzlich hinein. Offenbar verwundete Sonnenlicht die Kreatur. Weshalb sie unmittelbar davor verharrte. Mit dieser Erkenntnis gelang der jungen Frau in den folgenden Minuten die Flucht aus der Höhle.

Wie der zuvor für Faro freigelegte Gang, mündete auch diese Höhle im Herz der Insel. Dem Sitz des Minotaurus inmitten eines gigantischen unterirdischen Labyrinths. Sophias Pfad führte zunächst zu einem Modell des Ganzen. Sie stand unmittelbar vor einer Karte des Wirrwarrs. Ein Irrgarten, der sie bereits seit ihrer Kindheit quälte. In unmittelbarer Nähe des Modells, auf einem Vorsprung am Rande des echten Labyrinths, erhob sich ein weiteres Macula Opfer. Wie sich Sophia durch die nächste Eingebung offenbarte, der Architekt des Gebildes. Dädalus, der Vater Ikarus, konstruierte sämtliche Mechanismen der Insel. Er errichtete den Sitz des Monstrums im Herzen, die Lichtbarrieren, welche es im Zaum hielten und eine todbringende Kanone konzentrierten Lichts davor. Was die Frage aufwarf, wie Dädalus dort unten seinen Tod fand? Obwohl Sophias Vision ihr diese Antwort momentan verschwieg, half ihr die Entdeckung dennoch weiter. Denn Dädalus nutzte einst seine mechanische Armprothese zum Öffnen einiger Wartungstüren. Ein zweiter Schlüssel, der vor Sophia am Fuß des versteinerten Leichnams ruhte. Mit dieser Armprothese gelang ihr der Aufstieg zurück an die Erdoberfläche.

Vollkommen unabsichtlich lief Sophia dabei erneut Faro in die Arme. Ihr reichten die Gefahren der Insel mittlerweile gänzlich. Entgegen ihrer Bestrebungen Stunden zuvor, wollte sie Kreta nur noch hinter sich lassen. Aber der Plündereranführer dachte gar nicht daran, sie entkommen zu lassen. Geschweige denn Leni. Weiterhin der festen Überzeugung, in Sophia die Verräterin vor sich zu haben, zwang er seine Ziehtochter ihn zum Schatz zu führen. Dieses Mal die offizielle Route nehmend, welche die dritte Prüfung freilegte, drang die Gruppe zum Eingang des zwischenzeitlich minimal erleuchteten Labyrinths vor. Die schwarze Seuche arbeitete sich währenddessen weiter Sophias Arm empor. Die junge Frau näherte sich unaufhaltsam der Schwelle. Schmerzen, die sie benommen machten und ihr allmählich das Bewusstsein raubten. Dennoch verstand sie beim Erreichen des Labyrinths augenblicklich, dass die Beleuchtung nicht ausreichte. Zumindest nicht zur Abwehr der Tentakel. Faros Begleiter realisierten im selben Moment endlich die Fehlleitung ihres Anführers. Direkt vor ihnen sollte die Schatzkammer schlummern, wenn es nach den Jahrelangen Schilderungen Alecs und Faros ging. Anstelle dessen erhob sich vor ihnen das Nest des Monsters. Es bedurfte lediglich weniger Sekunden Überlegung, bis die gesamte Mannschaft den Rückzug antrat. Einschließlich Faro, wenn auch aus anderen Gründen. Sophia stolperte hingegen Leni entgegen. Doch die Prima Macula in ihrem Blut, kombiniert mit einer Druckwelle des Monsters, raubten ihr das Bewusstsein.

In den folgenden Minuten erlebte Sophia durch Ariadnes Augen, was damals vor sich ging. Viele Jahrtausende zuvor gebar Pasiphae Minos einen weißhaarigen Jungen. Dem scheinbar ersten Träger der Prima Macula. Wie viele spätere Opfer der Seuche, überschritt Asterion in jungen Jahren die Schwelle und verwandelte sich so in ein Tentakel-speiendes Monstrum. Eine Kreatur, die Minos in die Höhlen tief unter der Insel verbannte. Lediglich Asterions ältere Schwester, Ariadne, hielt weiterhin zu ihrem Bruder. Das obwohl er sie eines Tages versehentlich angriff und ihr Gesicht entstellte. Mit den Jahren der Gefangenschaft wuchs die Prima Macula in dem Jungen weiter und weiter. Weshalb König Minos die Legende des Minotaurus erfand. Eine Kreatur, die er angeblich selbst bezwang und anschließend dort unten einsperrte. In der Hoffnung, einem potentiellen Helden gelänge es, Asterion zu bezwingen, hielt der König jährlich wiederkehrende Wettkämpfe ab. Die tapfersten Streiter aus den Palaststaaten Griechenlands rückten an, um sich in Stärke und Geschick zu messen. Jeder einzelne verstarb bei den Prüfungen oder der finalen Herausforderung des Labyrinths. Wodurch Minos Einfluss über Griechenland wuchs.

Ebenso wie Minos Einfluss, gedieh Asterions Macht zu einem unkontrollierbaren Ausmaß. Architekt Dädalus warnte seinen König, die Lichtbarrieren könnten dessen Sohn nicht länger im Zaum halten. Worte, die Minos als belanglos abtat. Zufällig belauschte Ariadne diese Unterhaltung. Unter vier Augen flehte sie Dädalus an, dem Wahn ihres Vaters ein Ende zu setzen. Obwohl dieser sich weigerte, dem König selbst die Stirn zu bieten, versprach er zumindest Ariadne zu unterstützen. Getarnt als Theseus stellte sie sich den drei Prüfungen des Turniers und stach sämtliche Kontrahenten aus. Kurz bevor König Minos sie zur finalen Herausforderung ins Labyrinth entsandte, enthüllte sie, seine Tochter zu sein. Nicht nur das. Ariadne stellte ihren Vater vorm versammelten Publikum bloß. Lauthals schrie sie heraus, das Monster sei des Königs Sohn. Ihr Bruder. König Minos habe ihn jahrelang gequält. Nun sei es an der Zeit ihn freizulassen. Aber ihr Vater dachte gar nicht daran, diesem Verrat Gehör zu schenken. Vor sämtlichen Zuschauern ergriff er seine Axt und ging auf seine eigene Tochter los. Geschickt duckte die sich unter dem Überkopfschlag hinweg und setzte ihrem Vater die Schwertklinge an den Hals. Gänzlich unerwartet konterte Minos in der Folgesekunde mit einem Dolchstich mitten in Ariadnes Brust. Während sie zusammensackte, schrie Asterion vor Entsetzen auf. Seine Tentakel jagten umgehend Richtung König. Mit der Beleuchtung des Kolosseum und Minos flammender Axt hätte Asterion eigentlich keine Chance gehabt. Doch mit letzter Kraft signalisierte Ariadne Dädalus das Licht zu löschen. Es war der Untergang einer Zivilisation. Asterion richtete seinen Vater, das Publikum und anschließend den Rest der Inselbewohner hin. An diesem Tag erlosch das gesamte kretominoische Reich.

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